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Seit ich einen 3D-Drucker besitze, eröffnen sich mir neue Dimensionen und Möglichkeiten. Fallenkonzepte, für die ich Jahre lang keine Lösung fand, werden nun realisierbar. Trotzdem ist jede (für einen selbst) neue Technologie, mit neuen Lerninhalten verbunden. Auch das Arbeiten mit Tabellenkalkulation (früher mit Excel, jetzt mit LibreOffice) und daraus abgeleitetem Etikettendruck birgt eine Menge Anforderungen.

Programmieren für Faunistiker

Anfangs hatte ich direkt in Excel mit Visualbasic (VBA) programmiert. Dabei ist Basic die ziemlich schrecklichste Programmiersprache überhaupt. Da man mit VBA vermutlich keine PDF-Dateien erzeugen kann, bin ich zur Programmierung mit der populären Skriptsprache python übergegangen.

Mein python-Skript liest eine Tabellenkalkulation-Datei ein (excel oder ods) und erstellt daraus eine pdf-Datei mit Etikettendaten, die man auf einem beliebigen Drucker drucken kann. Das hat sich als sehr komfortabel erwiesen.

Nach meiner Trennung von Microsoft Windows und Umstieg zu Linux ergab sich damit kein kein großer Bruch, unter Linux mit python weiter zu arbeiten.

Halten wir also fest: Als Faunistiker musst Du programmieren können

Fallenbau mit Komponenten aus dem 3D-Drucker

3D-Druck braucht man, wenn man Teile benötigt, die man nicht im Laden kaufen kann. Viele Fallen basieren auf Komponenten, die man in Baumärkten kaufen kann. Dort sind aber viele Komponenten relativ teuer oder passen von den Abmessungen her nicht zu anderen Teilen (z.B. Flaschen, Trichter, …). 3D-Druck eröffnet hier ganz neue Möglichkeiten, weil man Fallen nicht mehr in Baumarkt-Komponenten „denken“ muss.

Im Regelfall wird es für die erforderlichen Teile aber keine fertigen Lösungen geben. Das bedeutet, dass man sie erst konstruieren muss. Dies geschieht mit einem CAD-Programm (CAD = Computer aided design). Wieder etwas ganz neues! Zum Glück gibt es mit FreeCAD ein vollkommen kostenloses CAD-Programm. Also im Prinzip: Runterladen und loslegen.

Runterladen und Installieren ist einfach (egal, mit welchem Betriebssystem; es gibt FreeCAD für Linux, Windows und Mac), nur ist ein CAD-Programm ein komplexes Programm mit endlos vielen Möglichkeiten. Das heißt: man muss sich orientieren und einarbeiten.

Dann kommt der Slicer ins Spiel. Ein Slicer ist ein Programm, das ein CAD-Modell in Scheibchen umrechnet, die dann Schicht für Schicht im 3D-Drucker gedruckt werden. Zum Glück kann der Slicer die von FreeCAD exportierte Datei direkt einlesen. Das Slicen dauert ein paar Sekunden, danach werden die Daten per WiFi an der 3D-Drucker übermittelt.

Halten wir also fest: Als Faunistiker musst Du mit einem CAD-Programm konstruieren und einen 3D-Drucker bedienen können

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Kategorien Hilfsmittel, Software

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Katenmoor und Schindermoor

Auf Wunsch von Thomas beprobe ich das Katenmoor und das Schindermoor im Kreis Segeberg. Die beiden Moore gehören zum „NSG Katenmoor, Schindermoor, Dewsbeeker Moor und Schapbrooker Moor“
  • Auftraggeber: NABU Schleswig-Holstein, Ansprechpartner Thomas Behrends
  • Region: SH, Krs. Segeberg
  • Durchführung: Ehrenamtlich
  • Fallenaufbau: 26.03.2026
  • Behörde: UNB Kreis Segeberg, Ansprechpartner: Frau Borchers
  • Links:

Fallen in Hamburg

  • Auftraggeber: BUKEA, Ansprechpartner Dr. Hannes Hoffmann
  • Durchführung: Werkvertrag
Am 29.03.2026 installierte Bodenfallen:
  • NSG Heuckenlock 1 Standort mit 5 Bodenfallen
  • NSG Obere Tideelbe 1 Standort mit 5 Bodenfallen
  • NSG Borghorser Elblandschaft 1 Standort mit 5 Bodenfallen

Tönsheide, Naturpark Aukrug

  • Auftraggeber: Naturpark Aukrug e. V., Ansprechpartner Bonnie Bogner
  • Region: SH, Krs. Rendsburg-Eckernförde
  • Teilbereich des NSG „Tönsheider Wald“
  • Durchführung: Honorarbasis
  • Fallenaufbau:
    • 02.04.2026: 3 Standorte Bodenfallen á 5 Fallen im Heidegebiet
    • 05.04.2026: 1 Standorte Bodenfallen á 5 Fallen im Laubmischwald (Eichen mit Buchenunterholz)
  • Link: Naturpark Aukrug e. V.
Für alle Standorte gilt: Fallen auf Bäumen sollen folgen. Diese sind aber aktuell noch nicht einsatzfähig. Die NSGs Die Reit und Zollenspieker (beide in Hamburg) werden später bestückt.
Rückblick: Fallenstandorte 2025.

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Kategorien Fallenstandorte

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Gestern erreichte mich die Anfrage eines Nutzers, der sich nicht im Forum der Arachnologischen Gesellschaft e.V. anmelden konnte. Hier der anonymisierte Dialog. Ich nehme diese Anfrage zum Anlass, das neue Forum nun in Angriff zu nehmen, weil ich dies auf der Mitgliederversammlung in Münster (2025) zugesagt hatte.

Moin XXXXX,

mit der Forensoftware gibt es seit längerem Probleme; wo haben Sie sich denn angemeldet? Ich frage das, weil ich testweise ein anderes Forum eingerichtet habe, welches nur zum Testen und nicht für Dritte gedacht ist.

Sollten Sie sich unter https://forum.arages.de/ angemeldet haben, so ist dies das aktive Forum. In dem Fall bin ich über den aktuellen Stand nicht unterrichtet. Ihr Username entspricht allerdings nicht unseren Vorgaben; wir haben Klarnamenpflicht.

Das Neuaufsetzen des Forums habe ich auf der ToDo-Liste für das Frühjahr 2026 (also jetzt). Aufgrund anderer Aufgaben musste ehrenamtliches aber zunächst zurückgestellt werden. Das Administrieren eines Forums ist sehr arbeitsintensiv und teilweise undankbar; viele Leute haben Ansprüche, aber nur eine Minorität ist bereit, sich in irgend einer Weise an den administrativen Aufgaben dauerhaft zu beteiligen.

Diese Antwort mag für Sie unbefriedigend sein. Es tut mir leid, dass ich ihnen keine bessere Antwort geben kann. Die Arachnologische Gesellschaft e. V. ist jedenfalls am Fortbestand des Forums interessiert. Sobald ich es einrichten kann, versuche ich einen Neuanfang. Aktuell habe ich dafür einfach keine Zeit.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis und freundlichen Grüßen

Martin Lemke


Am 04.02.26 um 22:28 schrieb XXXXXXX:

Sehr geehrter Herr Lemke,

vor ein paar Wochen hatte ich mich im Forum der Arachnologischen Gesellschaft registriert (Username: YYYYYYY). Leider habe ich bislang keine Antwort vom Forum erhalten und ein log-in ist nicht möglich. Gem. eines Hinweises im Forum soll man sich in einem solchen Fall an die Administratoren wenden. Können Sie hier helfen? Das würde mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

XXXXXXXX

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Kategorien Arachnologische Gesellschaft e.V.

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Fallen-Infos

Alle restlichen Fallen wurden am 01.01.2026 abgebaut.

Ab jetzt werde ich meine Fallenstandorte in diesem Rahmen öffentlich machen. Künftig werden alle Fallen mit (noch zu druckenden) Aufklebern versehen, die auf folgende Seite verlinken: https://fallen.nord-spinnen.de/, welche auf die Liste des jeweiligen Jahres, also 2025 auf diese Seite, weiterleitet.

Fallen in Schleswig-Holstein

LSG Schwartauwiesen
Auftraggeber: Eigenprojekt
Umfang: 2 Standorte á 5 Bodenfallen
Zeitraum: Anfang April bis Mitte Mai – ist beenet

Tarbeker Moor und Umgebung
Auftraggeber: Untere Naturschutzbehörde Bad Segeberg
Gebiete:

  1. PSF Private Fläche mit Genehmigung des Eigentümers
  2. FTM Kernbereich des Moors (FFH)
  3. FTM Neben dem Moor liegendes ehemaliges Kiesgrubengelände
  4. KAM Kiesberg am Muggerkamp
Umfang: 6 Standorte á 5 Bodenfallen, 3 Standorte á 4 Farbschalen Zeitraum: 1.5.–Ende Juli 2025 – ist beenet

Fallen in Hamburg

Auftraggeber: BUKEA
NSG Stapelfelder Moor
Umfang: 1 Standort á 4 Bodenfallen, 3 Standorte á 5 Bodenfallen
Zeitraum: 09.03.–voraussichtlich Jahresende

NSG Die Reit
Umfang: 1 Standort á 5 Bodenfallen nahe Ufer
Zeitraum: 09.05.–

Am 28.11.2025 Fläche komplett gemäht vorgefunden! Von 5 Bodenfallen konnte ich nur 2 wiederfinden. Der Traktor war mit den Reifen genau über die Bodenfallen gefahren. Ich habe gerettet, was noch zu retten war. Nur der 2. Standort (naturnaher Wald) wird noch bis Jahresende fortgeführt.

2. Fallenstandort eingerichtet am 25.06.2025 (BT: Naturnahes Gehölz mittlerer Standorte) – voraussichtlich Jahresende

NSG Zollenspieker
Umfang: 2 Standorte á 5 Bodenfallen
Zeitraum: 09.05. – 28.11.2025 (beide Standorte abgebaut).

Update:Am 25.06.2025 Standort 1 (Elbufer) aufgegeben, weil die Fallen bisher immer überspült worden und Fänge dadurch überwiegend verloren gegangen sind. Neuer Standort 1 a auf der rückwärtigen Seite des uferbegleitenden Schilfgürtels.

Ältere Fallenstandorte

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Am Wochenende war der Kongress der Arachnologischen Gesellschaft e.V. (AraGes) in Münster.

Die wichtigsten Neuerungen:

  1. Es sollen jetzt häufiger Kongresse stattfinden
  2. Die Unterscheidung in Nordwestdeutscher Sektion (NOWARA) und süddeutscher (SARA) soll aufgegeben werden. Früher gab es noch eine Ostdeutsche (Halle’scher Arachnologentag oder so ähnlich). Bei einem Verein mit nur 300 Mitgliedern macht so eine Aufteilung keinen Sinn.
  3. Es sollen Gemeinschafts-Exkursionen stattfinden

Ich habe in einem kleineren Kreis angeboten, eine Exkursion in die Geltinger Birk anzubieten. Eine geplante Beprobung 2024 scheiterte an Beschaffungsschwierigkeiten für Bodenfallenkomponenten. Eine Unterkunft mit ausreichend Raum ist vorhanden. Die FöAG hat (auf meine Initiative) Binos angeschafft – finanziert über Umwelt Bingo. Die könnte ich mitbringen und noch drei weitere, wenn notwendig.

Für die Kolleginnen und Kollegen aus Süddeutschland wären Küstenbiotope ganz ungewohnt mit ungewohnten Arten wie beispielsweise Philodromus fallax, Clubiona frisia, Erigone maritima und falls die Exkursion im Frühjahr stattfindet, Baryphyma-Arten; das finden sie natürlich spannend. Leider ist der Ort etwas abgelegten, aber das lässt sich sicher organisieren. Ich werde das auch nochmal an anderer Stelle vorschlagen. Es ist aber im Prinzip auch ein anderes Ziel möglich.

In Schleswig-Holstein kümmere ich mich um erforderliche Genehmigungen; ich bin gut vernetzt.

Eine Exkursion ohne gemeinsames Bestimmen wird im September 2026 (in Landau) zum nächsten Kongress mit angeboten. Ich fahre da auf jeden Fall hin. Trotz der großen Entfernung.

2027 wird Volker Hartmann eine Sammelexkurion für die Nordpfalz anbieten.

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Kategorien Arachnologische Gesellschaft e.V., Termine